Hinter den Kulissen

Wie wird aus einem Phänomen der Quantenphysik eine Geschichte für Kinder? Am Anfang jeder neuen Folge stehen Gespräche mit unserem wissenschaftlichen Beirat am Max-Planck-Institut für Quantenoptik. Gemeinsam entwickeln wir das Grundgerüst der Folge und überlegen, wie sich die ausgewählten Quantenphänomene in Figuren, Situationen und Handlung einbetten lassen. Der aktuelle wissenschaftliche Beirat besteht aus Dr. Moritz Dorband, Dr. Nils Haag, Dr. Linda Qerimi, Sofie Silbermann, Dr. Silke Stähler-Schöpf und Dr. Tatjana Wilk.

Auf dieser Grundlage entwickelt Veit Ziegelmaier die Dramaturgie und schreibt das Drehbuch, das in mehreren Fassungen weiter ausgearbeitet wird. Der wissenschaftliche Beirat begleitet diesen Prozess und prüft die Texte zugleich auf ihre fachliche Richtigkeit.

Die Figuren bekommen ihre Stimmen ebenfalls im eigenen Team. Sofie Silbermann und Veit Ziegelmaier sprechen die unterschiedlichen Rollen selbst und entwickeln für jede Figur eine eigene stimmliche Persönlichkeit. Silbermann ist als Alice zu hören und übernimmt in Folge 4 zusätzlich die Königin, Ziegelmaier spricht den Großteil der weiteren Figuren.

Manchmal kommen jedoch Stimmen hinzu, die eine ganz eigene Geschichte mitbringen. Für Folge 2 wurden historische Originalaufnahmen Albert Einsteins so zusammengestellt und bearbeitet, dass der berühmte Physiker mit Alice und Schrödinger ins Gespräch kommt. In Folge 4 ist der österreichische Quantenphysiker Prof. Reinhold Bertlmann mit seiner eigenen Stimme zu hören. Er nahm seinen Part in Wien auf und stellte die Aufnahme für das Hörspiel zur Verfügung.

Nach den Proben entsteht zunächst eine Demoaufnahme. Auf ihrer Grundlage entwickelt Veit Ziegelmaier die akustische Gestaltung und verbindet Musik, Klänge und Soundeffekte mit Handlung und Atmosphäre. Besonders deutlich wird das in Folge 4, in der klassische Musik immer wieder unmittelbar auf das Geschehen Bezug nimmt. Humperdincks Hänsel und Gretel begleitet den Märchenwald, Mozarts Würfelmusik die Partie beim verrückten Hutmacher. Wenn sich die Soldaten Alice nähern, erklingt Griegs In der Halle des Bergkönigs, der Urteilsspruch über Alice wird von Wagners Rienzi-Ouvertüre mit ihren markanten Trommelwirbeln begleitet. Im Fluxx Tonstudio in München nehmen Sofie Silbermann und Veit Ziegelmaier schließlich ihre Sprecherparts auf. Gemeinsam mit dem Musiker und Tontechniker Lori Lorenzen entsteht daraus die fertige Hörspielproduktion.

Auch die visuelle Gestaltung entsteht bereits während der Arbeit an einer neuen Folge. Aus der Geschichte heraus entwickeln sich erste Vorstellungen für Cover und Figuren, die Andi Papelitzky anhand von Anregungen, Skizzen und konkreten Bildvorlagen weiterentwickelt. Mit seinen charakteristischen Illustrationen prägt er die visuelle Identität von Alice im Quantenland und gibt dem Projekt sein unverwechselbares Gesicht.

Und wenn schließlich alles zusammenkommt, gehört die Bühne wieder Alice, Schrödinger und Rabbit und ihrem nächsten Abenteuer im Quantenland.